01.07.2019 01:02

Die Abwehr-Schlacht des Militärbischofs

Innerhalb weniger Wochen veröffentlichen zwei hochrangige Militärtheologen Schriften, die sich gegen die Friedensbewegung richtet. Militärdekan Hartwig von Schuberts Buch "Schwerter und Pflugscharen" und Militärbischof Sigurd Rinks Buch "Können Kriege gerecht sein?" wurden explizit im Blick auf die EKD-Friedenssynode (November 2019) geschrieben. Beide Herren haben Angst. Es ist die panische Angst davor, die EKD könnte sich von militärischer Gewalt abwendene. Beide Herren begründen ihre Zustimmung zu militärischen Methoden mithilfe verschiedener Philosophen. Außerdem begründen beide Herren ihre militär-freundliche Gesinnung durch angeblich "vernünftige" Gedanken. Ihr Fazit: Leider geht es manchmal nicht ohne Waffengewalt. Beide Herren orientieren sich aber - obwohl sie sich als Christen bezeichnen - leider nicht an Christus. Denn Jesus von Nazareth hat Waffengewalt zeitlebens abgelehnt. Die ersten Christen verstanden diesen Auftrag und lehnten ebenfalls alles Militärische ab. Und zwar nicht nur wenige Jahre lang (wie die GRÜNEN), sondern 10 bis 15 Generationen lang, bis ins dritte Jahrhundert. Unsere Forderung: Die Kirche sollte sich wieder an ihre Urprünge erinnern. Back to the roots! Ad fontes! Auch heute ist eine Re-formation (lat. Zurück-Formung) nötig! Außerdem: Jesus war viel vernünftiger als viele Christen glauben. Denn gewaltfreie Methoden sind vernünftiger, nachhaltiger, preiswerter, umweltschonender - und sie fordern vor allem weniger Todesopfer, und weniger zerstörte Städte.

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