Damals wie heute! Hier eine Postkarte aus dem ersten Weltkrieg.
 Hier in größerer Auflösung. Copyright www.arkivi.de


Erstaunliche Kontinuität: Militärpfarrer waren im Ersten Weltkrieg unkritisch bei Auslandseinsätzen dabei. Militärpfarrer sind heute nahezu unkritisch bei Auslandseinsätzen dabei. Damals wie heute sind es - nach Einschätzung der Militärseelsorge - im Grunde gute und sinnvolle Einsätze...

 


Militärmesse (genannt "Weltfriedenstagsmesse") mit Bischof Dr. Felix Genn am 13.02.2014 im Hohen Dom St. Paulus in Münster. Musik: Luftwaffenmusikkorps 3 unter der Leitung von Major Timor Chadik. Jeremia 6,14: Diese Herren sagen "Frieden, Frieden" und meinen doch den Krieg. Quelle.


Diese beiden Fotos haben wir bei FLIKR gefunden: (1.) "Military Chaplain Michael Weeke and the Catholic Military Dean Dr. Damian Slaczka opened the commemoration ceremony with God's Blessing. Photo by MC2 Daniel Stevenseon, RC North PAO", (2.) "Military Dean Dr. Damian Slaczka, Brigadier General Frank Leidenberger and Military Chaplain Michael Weeke pay respect to the victims. Photo by OR-7 Jacqueline Faller, RC North PAO".




Ein evangelischer Militärpfarrer präsentiert sich auf dem Kriegsschiff. Er trägt militärische Kleidung (Bordgrundanzug). Er ist kaum unterscheidbar von von den Soldaten. Auf dem einen Bild sieht man ihn auf der Brücke des Kriegsschiffes "Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main" stehen, hinter zwei Soldaten. Auf dem anderen Bild sieht man dasselbe Schiff im Hintergrund. Quelle: Seite 12, Seite 13, Seite 14, Seite 15, OK-anstösse 3/2007.



Die Situation damals (siehe Foto) ist nicht vergleichbar mit der Situation heute. Während die Militärseelsorge damals ungerechte Kriege unterstützt hat, unterstützt sie heute höchstens "humanitäre Interventionen" und die Sicherung von Welthandelsrouten (siehe VPR). Früher hat man für schlechte Zwecke gekämpft, heute für gute Zwecke. Das deutsche Militär hat eine völlige Verwandlung erfahren. Auch die Militärseelsorge ist jetzt demokratisch geläutert. Oder?


Rückblick

Die Militärseelsorge hat sich im 19. und 20. Jahrhundert in mehreren Kriegen bestens bewährt. Es ist eine gute, alte, segensreiche Institution. Deshalb wird sie nun völlig zu Recht im 21. Jahrhundert weitergeführt. 

Wir sind sicher: Es gibt keinerlei Kontinuität zwischen der Militärseelsorge in den beiden Weltkriegen und der heutigen Militärseelsorge.

Nur eines bleibt gleich: Aufgabe der Militärseelsorge ist die rein seelsorgerliche Begleitung der Soldaten. Eine andere Funktion - etwa die moralische Unterstützung des Militärs und den Krieges - hatte die Militärseelsorge im 19. und 20 Jahrhundert nicht, und hat sie ganz sicher auch im 21. Jahrhundert nicht! 

Foto: Kardinal Franziskus von Bettinger, Feldprobst der bayerischen Armee, beim Besuch an der Westfront. Foto vom September/Oktober 1915 (DHM, Berlin, Do 75/289).